Bericht des Jugendleiters 2020

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie 2020 haben die Jugendarbeit in der Abteilung Segelflug zu einer echten Herausforderung gemacht. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hat der Zusammenhalt im Verein super geklappt und die Leistungen der Jugend können sich sehen lassen. Das kann man zum Beispiel auf der Wettbewerbsplattform „onlinecontest“ (OLC) nachlesen. Hier ist der Link: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/club.html?cc=656&st=olcp&rt=olc&c=DE&sc=bw&sp=2020

Im Winter 2019/2020 gab es regelmäßige Jugendabende mit Theorievorträgen von etwa 30 – 60 min. Themen waren z.B.: Vereinsflieger-Internet-Plattform, Möglichkeiten zur Mitwirkung im Baden Württembergischer Luftfahrtverband (BWLV), Diskussionen, u.a. „Was passiert nach dem Lizenzerwerb?“. Abgerundet wurden die Abende meist mit einem gemeinsamen Essen und zum Schluss mit einem spannenden oder lehrreichen Fliegerfilm. Für den „Corona-Winter“ 2020/2021 sind digitale Jugendabende geplant.

Die ASK 21 ist unser bestens bewährter Schulungsdoppelsitzer. Sitzauflagen und Lackierungen verschleißen über die Jahre durch das viele Ein- und Aussteigen aus dem Cockpit. Da wir unseren Flugzeugpark technisch und optisch bestens in Schuß halten wollen, hat sich Gregor „Gori“ Bentz gleich zum kompletten Cockpit-Umbau entschlossen, mit tatkräftiger Unterstützung vieler jugendlicher Hände. Die Bilder erklären am besten, was alles gemacht wurde.

Erste gute Flüge konnten schon Mitte März, am 13.03.2020 mit einer Basis bis zu 2500 m ü. NN durchgeführt werden. Hier könnt ihr ein paar Flüge nachverfolgen: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7702798,

https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7702792,

https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7702739

Der weiteste Flug gelang mit 770 km in rund acht Stunden Flugzeit auf der schwäbischen Alb in unserem Leistungsdoppelsitzer Duo Discus XL. https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7952146

Ab 01. April wurden die neuen tintenblauen Vereins-T-Shirts und royalblauen Softshell-Jacken an die Mitglieder ausgehändigt. Neugestaltet sind das weiße Logo mit der dezenten Silhoutte von unserem Vereinsdoppelsitzer Duo Discus XL vorne sowie der Stadt Biberach und einem Schriftzug der Abteilung Segelflug vom LSV Biberach auf dem Rücken.

Leider entfielen einige Nachwuchsförderaktionen, wie die Informationsstände beim Flugplatzfest oder die „Marktplatzaktion“ in Biberach, bei der interessierte Jugendliche mal einen Segelflieger aus der Nähe sehen und ins Cockpit steigen können.

Bei den Wettbewerben hat es nicht viel besser ausgesehen. Ein Jugendlicher wäre gerne im Mai auf den Farrenberg gegangen; die Veranstaltung war aber bereits abgesagt. Ebenfalls dem Virus zum Opfer gefallen ist der Wettbewerb auf dem Klippeneck und hat damit zwei ambitionierten Jungfliegern die Chance auf mehr Wettbewerbserfahrung gründlich vergeigt. Leider wurde auch das Jugendlager des BWLV abgesagt, zu dem sich fünf unserer Flugschüler angemeldet hatten.

Neun Flugschüler konnte der Verein 2020 verzeichnen, darunter Felix Koppe, Peter Aßfalg, Ercan Erdogan, Jonas Bodenbender und neu seit diesem Jahr Lea Müller. Dank des großen Engagements unserer fünf ehrenamtlichen Fluglehrer, u.a. Phips, Michele, sowie unserem unermüdlichen Helmut Engel, ging die Ausbildung zügig voran. Lea konnte sich am 21. August freifliegen. So heißt es, wenn man nach der Schulung mit Fluglehrer die ersten Starts alleine durchführt. Felix hat sowohl seine Theorieprüfung für den Segelflug als auch seine Windenfahrerprüfung erfolgreich bestanden.

Zu den „Highlights“ des Jahres gehört das „Insta-Grillen“ der Vereine Erbach, Giengen und Bad Saulgau mit dem „Burger Fly-In“, bei dem in lockerer Runde und gebührendem Abstand fachgesimpelt und den „verlorenen Hammertagen“ hinterhergeträumt wurde. Ebenso in schöner Erinnerung geblieben ist unser Sunrise-Fliegen vom 27. Juni. Das Wetter hat mitgespielt und die Kulisse der Stadt unter der aufgehenden Sonne aus dem Segelflieger sieht einfach super aus. Vom 15. bis 21. August haben wir es sogar noch geschafft, ein kleines Fluglager mit zehn Teilnehmern und zwei Gästen aus auswärtigen Vereinen auf die Beine zu stellen. Im Fluglager wurde an jedem Tag geflogen, insgesamt 184 Flüge und 88:51h Flugzeit.

Mit dem Samburo konnten zwei jugendliche Piloten, ein Fluglehrer sowie zwei Vorstandsmitglieder noch im Herbst ihre F-Schlepp-Berechtigung erwerben und die wurde gleich für ein paar tolle Formationsflüge eingesetzt.

Wer Lust hat, einfach mal am Flugplatz vorbeizuschauen, kann das auch gerne im Winter tun (jetzt während Corona vermutlich ein bisschen problematischer aber sonst normal möglich); oft ist jemand in der Werkstatt oder in einem Hangar zu Gange. Bei Interesse einfach über Instagram, Facebook oder per email (www.segelflug-bc.de) anfragen.

Projektstufe 3 Samburo Grundüberholung Flügel und Höhenruder

Der Samburo aus Biberach vor den Alpen im wunderschönen Oberschwaben

Nach dem Motorumbau auf 100 PS Rotax, sowie Überholung des Rumpfes war für Winter 19/20 die Grundüberholung Flügel und Höhenruder geplant.

Hier ein paar Eindrücke in chronologischer Reihenfolge.

Januar 2020, zerlegen, Bestandsaufnahme, Instandsetzung, wo dies nötig ist:

Bespannung abnehmen

Zufriedene Helfer am Ende eines langen Arbeitstages, wieder ist ein Stück geschafft!

Kleinere Schäden instandsetzen, hier am Bremsklappenkasten:

Weitere Arbeiten waren: Neue Kabel geschirmt, vieradrig, sowie neue Instrumentenschläuche (Silicon) verlegt. Wägung der Flügel, inkl. QR, Beschlägen und Blitzer.

Das Gewicht der alten Bespannung, inkl. Klebelack beträgt ca. 18,5 kg. Wow!

Einbau neuer Steuerseile für die Bremsklappen,  sowie Austausch der Gelenklager an den  Querrudern:

Ca. 1,2 kg wurden zusätzlich durch die neuen Kabel für die Stromversorgung der künftigen LED Blitzer an den Flügelenden  eingespart.

Beschlagsinstandsetzung Höhenruder, mit neu verpresstem Lager:

Die Flügeloberflächen, sowie die Höhenruderflosse  werden mit Grundierfüller von Oratex mit  Hilfe einer Kurzfloorwalze grundiert um das Durchscheinen der dunklen Schäftstellen durch das nicht rückseitenbeschichtete Gewebe zu reduzieren.

Es folgt die Bespannung der Teile, unterstützt durch den Profi Alfred Drobny, niemand kennt sich mit Oracover besser aus! In drei Tagen ist die neue Bespannung aufgebracht.

Dispersionskleber auftragen:

2x Zuschnitt Gewebe, es ist bereits 2x mit Dispersionskleber eingestrichen:

Zuschnitt Bereich Düse, Stützradaufnahme:

Zuschnitt Bereich Düse, Stützradaufnahme – Die Oberseite wird belegt, hier Heften
mit Föhn (160°C):

Viele Einzelschritte sind beim Bespannen der Ruder zu beachten:

Entwässerung Bremsklappenkasten, die Nasenbänder erfordern Finger-
sowie Kabel und Instrumentenschläuche spitzengefühl beim Schrumpfen der Radien:

Kennzeichen (Klebefolie ) aufziehen, Blitzer mit Endscheiben montieren, dann alle neu bespannten Teile reinigen und einwachsen:

Es folgt die Einzelteilwägung, am nächsten Tag Transport der Teile in die Halle Süd zum Zusammenbau mit vereinten Kräften.

Die coronabedingten Abstandsregeln sind eingehalten.

Nach mehr als 4 Monaten wird wieder ein Flugzeug daraus.
Grau die vier Antirutschbänder, der Einstieg ins Flugzeug erfolgt über die Flügel. Hier ist das flotte Flügelprofil sichtbar, welches Reisegeschwindigkeiten zwischen 150 und 180 km/h beschert, je nach Bedarf.

Abnahme mit Schwerpunktwägung des Gesamtflugzeugs, durch den Luftfahrttechnischen Betrieb Lindner der uns stets mit Rat und Tat zur Seite steht, sowie Abnahmeflug als krönender Abschluss aller Mühen.

In diesem Sommer erfolgt die Flugzeugschleppschulung, auf die wir alle sehr gespannt sind.

Die Abt. Segelflug im LSV Biberach hat damit drei Jahre nach dem Kauf des Projekts und ca. 1200 geleisteten Arbeitsstunden einen neuwertigen Motorsegler zur Verfügung, der neben Reise- und Segelflug auch den kostengünstigen und lärmreduzierten Flugzeugschlepp ermöglicht.

Einweisungsflüge zur Schleppberechtigung fanden Corona bedingt erst ab August 2020 statt. Alle Segler, inklusive der Doppelsitzer ASK 21 und DuoDiscus XL lassen sich schleppen, ohne dass das Triebwerk übermäßig heiß wird. Die befestigte Landebahn sorgt für erfreulich kurze Startrollstrecken.

Zugpferde:

Thomas und Hp. alias „Werkstatt- Brothers“

Hübsch: Der Samburo über der schönen Biberacher Innenstadt (Foto: Samy Kramer)

AVO 68-R “Samburo”

Samburo-erster-Flug-nach-Überholung-Oifach-schee

Nach zwei langen Jahren mit viel Arbeit und noch mehr Geduld hebt der zu zwei Dritteln überholte Motorsegler der Biberacher Segelflieger endlich ab und überzeugt mit gutmütigen Flugeigenschaften und beachtlicher Leistung im Motor- wie im Segelflug.

April 2017: Kauf eines AVO 68-R „Samburo“, Baujahr 1976 mit abgelaufenem 80-PS Rotax Motor. Der Motorsegler kann zum Schleppen von Segelflugzeugen eingesetzt werden, was einen Hauptgrund für dessen Anschaffung ist.

Der Samburo bei der Besichtigung.

Das abgelaufene Triebwerk kann durch die 100 PS leistende Variante verbessert werden, hierzu sind einige Umbauten nötig. Motorträger, verbesserte Kühlung, Luftschraube und Regler müssen überholt werden. Die Anfertigung und Lieferung der Komponenten zieht sich, da viele Teile eigens für unsere Baustelle gefertigt werden.

Samburo Rumpf ohne Bespannung
Der Rumpf ohne Bespannung.

Nachdem klar wird, dass die Teile in 2017 nicht alle geliefert werden, wird der Flieger abgebaut und der Rumpf komplett überholt. Aus Alt mach Neu. Abnehmen der alten Bespannung, Instandsetzung der dadurch erreichbaren Bereiche.

Dank einer kleinen, eifrigen Truppe, werden in ca. 900 Arbeitsstunden, das Rumpfgerüst lackiert, Elektrik, Steuerungsseile und Bedienzüge erneuert, der Rumpf neu bespannt (Ceconite) mit anschließender Neulackierung.

Im Juni 2018 sind dann endlich alle Teile da, die Cowling (Triebwerksverkleidung) wird angepasst, Triebwerk und alle Komponenten werden eingepasst und schließlich verbaut. Viele Bedienungszüge für die Motorsteuerung und die Propellerverstellung, sowie die Kraftstoffversorgung mit Kühlung ( Wasser~ und Ölkühler) wollen gut verstaut sein.

Das für die Genehmigung benötige, überarbeitete Handbuch fehlt noch immer, so dass wir uns weiter gedulden müssen. Inbetriebnahme des Motors und Rollversuche folgen, nur fliegen dürfen wir leider noch immer nicht. Musterbetreuer, Luftfahrtbundesamt und die EASA bearbeiten die genehmigungsrelevanten Papiere, nach unserem Eindruck sehr schleppend. Unsere D-KARJ überwintert aufgebaut, in der Halle stehend. Nach 1,5 Jahren Bau~ und Wartezeit, bei ca. 60.000 € Investitionskosten für den Segelflug und alle Beteiligten ein Ärgernis und eine endlose Geduldsprobe.

Unzählige Telefonate und E-Mails führen schließlich Ende März 2019 zu den ersehnten Handbüchern und zur Ausstellung der Lufttüchtigkeit durch unseren Prüfer beim LTB Lindner aus Walpertshofen.

Der Erstflug erfolgt durch Helmut Lindner und Hp. Schmid und wird von Zweiterem wie eine Befreiung empfunden.

Die kurze Rollstrecke von ~150 m, gute Steigleistungen, flott im Reiseflug und einfach zu fliegen, alles bei überschaubaren Treibstoffkosten (~ 15 Liter Auto-Super je Motorstunde), sind die Früchte unserer Mühen.

Der Samburo von unten – ein herrliches Bild.
Die Instrumentierung unseres Samburos’. Die Anzeige rechts oben verrät, dass es mit etwa einem Meter pro Sekunde nach oben geht.

Am Tag 2 wird die Segelleistung unter Beweis gestellt. Nach ca. 2 h im Segelflug mit ca. 100 km Strecke, steht fest dass unser Oldie in dieser Disziplin unter Seinesgleichen echt punkten kann. 

Durch die Segelstellung der Luftschraube steigt und gleitet der Samburo wie ein Schul-Segelflugzeug und lässt sich bei angenehm leichtgängiger Steuerung mühelos fliegen, was bei Touring-Motorseglern eher die Ausnahme ist.

Derzeit sammlen wir Erfahrungen und fliegen den Motor ein, um im Sommer 2019 mit der Flugzeugschleppausbildung beginnen zu können.Damit steht den Segelfliegern im LSV BC e.V. nun wieder ein kostengünstiger Motorsegler zur Verfügung, der an heißen Tagen sogar als Cabrio betrieben werden darf!

Die Flügel stehen im nächsten Winter zur Überholung an, Dauer je nach Helfersituation ca. 3 Monate (Jan-März), danach haben wir ein neues, altes Flugzeug, an dem die nächsten 20 Jahre nicht viel kommen sollte.

BC, 10.04.2019, Hp. Schmid, glücklicher 1. Vorstand Segelflug im LSV BC e.V.

Flugtag 2018

Flugtag 2017 Segelflug Biberach Remo auf Wiese

Wie auch die letzten Jahre erwischten wir bei unseren Flugtag am letzen Sonntag der Sommerferien wieder bestes Wetter! Das schöne Wetter machte sich auch an den Besuchern bemerkbar. Die Gastflüge waren bis 20 Uhr ausgebucht und auch das Essen war bereits vor dem Ende weg.

Zu den Gastflügen wurden die Zuschauer von den Biberachern Modellfliegern, Kunstflug, Ballonstarts und Fallschirmspringern begeistert.Der Flugtag war ein wie immer ein voller Erfolg, welcher auch allen Helfern zuzuschreiben ist und die dieser Flugtag nicht zu meistern ist.Wir freuen uns jetzt schon wieder auf nächstes Jahr und hoffen wie dieses Jahr genauso viele Besucher bei bestem Wetter begrüßen zu dürfen und die Faszination des Fliegens zu teilen.

Saisonstart 2018

Gopro Duo Discus Fläche Winglet Alpen Alpenflug Hohenems LSV Biberach Abteilung Segelflug

Da wir die Winterarbeit wie auch schon die letzten Jahre bereits im Oktober und November machen sind die Vereinsflugzeuge bereits zu Weihnachten mit Jahresnachprüfung fertig und bereit zum Winterschlaf in den Anhängern. Zudem erhielt unser kompletter Flugzeugpark ein optisches Tuning mit Warmlakierung.

Unsere ASK 21 wurde zusätzlich mit dem historischen Wettbewerbskennzeichen “ZZ” wieder ausgestattet. Auch unser DuoDiscus XL trägt jetzt stolz das Kennzeichen “LIT”.  Über die Wintermonate gelangen Samy und Sebastian zwei Flüge in Hang und Wellenflug. Geflogen sind sie mit unserem DuoDiscus XL. Gestartet wurde im östereichischem Hohenems, von dort ging es dann in die Wellen des Rheintals und Montafon bis zu einer Höhe von knapp 7000 m.

Zum Hangfliegen wurde die Bergstraße bei Heidelberg benutzt, welcher bei starken Westwind über 60 km abgeflogen werden kann.Anfang März wurde das Wetter auch in Biberach endlich wieder warm und fliegbar. Wie jedes Jahr steht für jedes Mitglied ein Überprüfungsstart mit Fluglehrer an bei dem jeder kurz gecheckt wird. Dank unserer Asphaltbahn hatten keine Probleme durch die nasen Wiesen.

Die Tage wurden immer länger und das Wetter wärmer. Die Saison kann richtig los gehen. In den Vergangenen Wochen wurden schon mehrere Streckenflüge über die Alb, den Schwarzwald und in richtung Alpen absolviert. Dabei wurden Strecken von über 600 km zurückgelegt.Auch in der Ausbildung geht es stetig voran! Ercan ist ende April das erste mal Solo- geflogen. Gratulation!

Flugtag 2017

Landung Remo DR400 Flugtag Biberach

Auch dieses Jahr war unser Flugtag wieder ein voller Erfolg!!Wie schon fast üblich präsentierte sich das Letzte Sommerferien Wochenende wieder von der Besten Seite.Wir bedanken uns bei alles Besuchern und auch bei den vielen fleißigen Helfern, die uns tatkräftig unterstützen.Es gab wieder ein volles Program von der Bücker- Staffel über spektakulären Motorkunstflug mit Benni und seiner Giles und leisem Segelkunstflug vom 1. Vorstand höchst persönlich und nicht zu vergessen die abendlichen Ballonstarts.

Straubinger Segelflieger zum dritten Mal zu Gast in Biberach.

Fluglager Straubinger Fliegergruppe in Biberach

In der ersten August Woche 2017 reisten 25 flugfreudige Piloten aus dem bayrischen Straubing nach Biberach um dort ihr alljährliches Sommerfluglager abzuhalten.Der LSV Biberacch nutzte die Gelegenheit und klingte sich beim Flugbetrieb mit ein. So waren bis zu 70 Starts an einem Tag keine Seltenheit.Die Straubinger Segelflieger schätzen den Biberacher Flugplatz sehr da dort das starten per F-Schlepp und mit der Winde möglich sein.Vorallem sind die Starts an der Winde den Straubingern sehr wichtig da sie Daheim selbst keine haben. Und man eine Gewisse Anzahl an Starts auf einer bestimmten Startart braucht damit diese nicht abläuft.

Doch das gleiche Schicksal ist für den Biberacher Flugplatz auch schon prophezeit. Da das neue Gewerbegebiet zu nah an der Windenschleppstrecke ist, wird es in naher Zukunft zu gefählich sein Windenstarts zu machen.

Die Gemeinschaft der beiden Vereine wurde nicht nur beim Fliegen gefestigt, da man alleine ohne Fremde Hilfe beim Segelfliegen nicht in die Luft kommt. Sondern auch bei gemeinsamen Essen und abendlichen Gesprächen über die Fliegerei.

Vater und Sohn auf Wolke Nr. 7 nach ihrem ersten Alleinflug

Alleinflug Flugschüler Fluglehrer Luftsportverein Biberach

Vergangenes Wochenende fand auf dem Flugplatz von Biberach an der Riss ein nicht alltägliches Ereignis statt. Im Rahmen ihrer Ausbildung zum Piloten für Segelflugzeuge absolvierten die Flugschüler Salomon Daniel und sein Vater Hans-Joachim Daniel jeweils ihre ersten Alleinflüge.

Beide haben ihre Ausbildung für den Pilotenschein im vergangenen Sommer im Luftsportverein Biberach e.V. Abteilung Segelflug in einem Doppelsitzer durch Windenstarts begonnen. Nach jeweils 50 Flügen mit Fluglehrer stand der Übergang vom Fußgänger zum Alleinflieger an. Im Anschluss der Überprüfung durch zwei Fluglehrer bekamen beide die Erlaubnis, nun ohne Fluglehrer zu starten und ihre Kreise über Biberach zu ziehen. Hans-Joachim Daniel schaffte bei seinem ersten Alleinflug, 39 Minuten sich in der Luft zu halten, Salomon Daniel flog mangels Thermik 5 Minuten über Biberach.

Beide wurden nach ihren Flügen von ihren Vereinskameraden mit einem Blumenstrauß empfangen und der Tradition gemäß im Anschluss an die Landung von ihren Fliegerkameraden durch einen Klaps auf den Hintern in die Riege der Alleinflieger aufgenommen.

Bild: Hans-Joachim Daniel mit Sohn Salomon Daniel und Fluglehrer Philipp Kramer